Beitrag / Versorgungsbeitrag
Der Beitrag ist die Summe, die der Arbeitgeber und/oder/Arbeitnehmer aufbringen müssen,
um spätere Versorgungsleistungen zu erhalten.

Betriebliche Altersversorgung
Die betriebliche Altersversorgung (BAV) umfasst alle Leistungen der Alters-, Invaliditäts- und Hinter-bliebenenversorgung, die ein Arbeitgeber den Arbeitnehmern zugesagt hat. Dabei ist gleichgültig,
wer die Versorgungsleistung erbringt (entweder der Arbeitgeber direkt oder indirekt über eine
rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung).

Durchführungswege
Bei der Organisation und Ausgestaltung der betrieblichen Altersversorgung kann der Arbeitgeber auf insgesamt fünf Durchführungswege (Direktzusage, Direktversicherung, Pensionskasse, Unterstützungs-
kasse und Pensionsfonds) zurückgreifen, die auch miteinander kombiniert werden können. Für welchen Durchführungsweg sich der Arbeitgeber entscheidet, richtet sich nach den individuellen betriebswirt-
schaftlichen Rahmenbedingungen und den personalpolitischen Zielvorstellungen des Unternehmens.
Der KarstadtQuelle-Konzern kombiniert die bisherige Direktzusage mit der künftigen Pensionskasse
und der Direktversicherung.

Entgeltumwandlung
Bei der Entgeltumwandlung verzichtet der Arbeitnehmer auf Teile seines Entgelts und erhält im Gegenzug eine wertgleiche Versorgungszusage.

ESS
Employee Self Service - Online Dienste im Internet oder Intranet, die dem Mitarbeiter (hier auch Rentner
und Bezugsberechtigte) erlauben, Informationen direkt abzurufen oder Änderungen an das Unternehmen
zu senden.

Renten-/Kapitalzahlung
Die Versorgungsleistungen werden häufig als monatliche Rente ausgezahlt. Je nach Versorgungszusage
sind jedoch auch ein- oder mehrmalige Kapitalzahlungen bzw. eine Kombination möglich.

"Riester-Rente"
Benannt nach dem ehemaligen Bundesminister Walter Riester. Die "Riester-Rente" ist ein spezielles Entgeltumwandlungsmodell, in dem Nettoentgelt umgewandelt wird. Die Beiträge für diese Netto-Entgeltumwandlung werden durch staatliche Zulagen und ggf. durch einen zusätzlichen Sonderausgabenabzug gefördert.

Unverfallbarkeit
Unverfallbarkeit bedeutet, dass ein einmal erworbener Anspruch bei einem Unternehmensaustritt des Mitarbeiters aufrechterhalten wird. Eine gesetzlich unverfallbare Anwartschaft besteht, wenn der
Mitarbeiter das 30. Lebensjahr vollendet hat und wenn die Versorgungszusage mindestens fünf Jahre besteht. (Diese Regelung gilt für Versorgungszusagen ab dem 01.01.2001, Zusagen aus früheren Versorgungswerken werden ggf. nach der alten Regelung bzw. einer Übergangsregelung behandelt.) Versorgungsbeiträge, die mit der Entgeltumwandlung, dem Tarifbeitrag und einer Zuschusszahlung
finanziert werden, sind sofort unverfallbar.

Versicherungsmathematische Berechnungen
Eine Versicherungsmathematische Berechnung berücksichtigt das biometrische Risiko. Das ist
die Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Invalidität bzw. des Todes eines Versorgungsberechtigten.

Versorgungsfall
Ein Versorgungsfall tritt ein, wenn ein Mitarbeiter die besonderen Voraussetzungen für den Bezug
einer Versorgungsleistung erfüllt, z.B. die Altersgrenze zum Bezug der Altersrente erreicht.

Versorgungsleistung
Das sind Leistungen, die in der Versorgungsordnung vorgesehen sind, z.B. eine Kapitalzahlung bei
Austritt mit Inanspruchnahme der gesetzlichen Rente, eine Altersrente ab dem 65. Lebensjahr, eine
vorgezogene Altersrente, Invalidenleistungen bei voller oder/und teilweiser Erwerbsminderung sowie
Renten bzw. Kapitalzahlungen an den hinterbliebenen Ehepartner und die hinterlassenen Kinder.