Lohnsteuerkarte 2012

Ab 2011 entfällt die Papier-Lohnsteuerkarte, die Lohnsteuerkarte 2010 gilt auch für das Jahr 2012.

Was ändert sich?

  • Für das Jahr 2010 wurde zum letzten Mal eine Papier-Lohnsteuerkarte ausgestellt, für das Jahr 2012 wird es keine neue Lohnsteuerkarte geben. Die Lohnsteuerkarte 2010 behält auch über das Jahr 2010 hinaus ihre Gültigkeit, einschließlich eventuell eingetragener Freibeträge.


Was müssen Sie beachten?

  • Für das Kalenderjahr 2012 müssen Sie keine neue Lohnsteuerkarte einreichen, da sämtliche Daten der Steuerkarte 2010 automatisch für das Jahr 2012 übernommen werden. Dies gilt ausdrücklich auch für eingetragene Freibeträge oder einen bei der Steuerklasse IV eingetragenen Faktor.
  • Sind die für das Jahr 2010 geltenden Daten nicht mehr zutreffend oder sollen sie aus anderen Gründen geändert werden, so müssen Sie diese Änderungen Ihrem zuständigen Wohnsitz-Finanzamt mitteilen. Das Finanzamt wird Ihnen eine aktualisierte Lohnsteuerbescheinigung ausstellen.

 

 

Neuerungen beim Scheidungsrecht

Laut Auswertung des Statistischen Bundesamtes wurden 2008 insgesamt 213.691 Ehen geschieden. Mit Wirkung vom 01. September 2009 hat der Gesetzgeber beschlossen, die Ansprüche gerechter aufzuteilen.

Wenn Sie als Mitarbeiter davon betroffen sind, so hat das auch Auswirkungen auf Ihren Arbeitgeber, sofern Sie über eine betriebliche Altersversorgung verfügen. Dann nämlich fordert das Familiengericht den Arbeitgeber auf, die Ansprüche nach einem bestimmten Verfahren zu ermitteln und dem Gericht mitzuteilen.

Hier hat die Deutsche Pensions Service ein neues Verfahren entwickelt. Der Vorteil für die Mitarbeiter liegt in einer beschleunigten Abwicklung.


Lohnsteuerbescheinigung

Die für die Einkommensteuererklärung benötigten Daten wurden bis 2003 auf der Rückseite Ihrer Lohnsteuerkarte bescheinigt. Aufgrund des Steueränderungsgesetzes vom 15.12.2003 werden diese Daten ab dem Jahr 2004 den Finanzämtern direkt durch Datenfernübertragung zur Verfügung gestellt. Für dieses Übermittlungsverfahren wurde eine sog. eTIN (electronical Taxpayer Identification Number / elektronische Identifikations-Nr.) als neues Ordnungskriterium eingeführt. Diese Nummer wird nach einem vorgegebenen Schema aus Name und Geburtsdatum des Versorgungsberechtigten gebildet.

Durch das neue Verfahren ergeben sich folgende Änderungen:

  1. Die Lohnsteuerkarte wird an die Versorgungsberechtigten nicht mehr zurückgegeben.
  1. Wenn Sie eine Einkommensteuererklärung abgeben, übertragen Sie bitte die eTIN aus der Ihnen übersandten Lohnsteuerbescheinigung in die Anlage N Ihrer Steuererklärung. Hierüber erfolgt die Zuordnung der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung zu Ihrer Einkommensteuererklärung. Die Mitteilung selbst brauchen Sie der Einkommensteuererklärung nicht beifügen.

Auf dieser Bescheinigung ist unter anderem die für Sie gültige e-Tin (1) angedruckt, die Sie für Ihre Einkommenssteuerbescheinigung benötigen. Die eTIN ist ein Ordnungsmerkmal, das aus Ihrem Namen und Geburtsdatum gebildet wurde.
Beispiel:


Herrn / Frau
Vorname Nachname
Straße Nr.
PLZ Ort

eTIN:            NCHNVRNM68I17P   (1)
Personalnummer:  45005138         (2)
Geburtsdatum:    17.09.1968


Als Personalnummer (2) wird dort die für Ihre Personalabrechnung intern benötigte Nummer angegeben. Sie finden diese maximal 8-stellige Personalnummer auf Ihren Lohnsteuerbescheinigungen.